Mailchimp vs. Klaviyo: Welches E-Mail-Tool passt zu deinem SaaS?
Für ein SaaS-Team mit redaktionellem Newsletter, Produktupdates und einer überschaubaren Willkommensstrecke ist Mailchimp meist der passendere Start: Es verbindet Newsletter und allgemeine Marketingfunktionen, und der kostenlose Tarif umfasst bis zu 250 Kontakte sowie 500 Sendungen pro Monat. Klaviyo lohnt sich eher, wenn dein Produkt mit einem Shop verbunden ist oder du Zielgruppen konsequent anhand einzelner Profile und Kaufereignisse segmentierst. Bei 500 Profilen kostet Klaviyo Email 20 $ pro Monat; bei Mailchimp kostet Standard für 500 Kontakte 20 $ pro Monat und Essentials 13 $ pro Monat.
Der Kern des Vergleichs ist deshalb nicht eine abstrakte Funktionsliste. Entscheidend ist, ob dein Team überwiegend Inhalte an eine abonnierte Leserschaft sendet oder ob einzelne Profile und deren Verhalten den nächsten Kontakt bestimmen. Für SaaS kann beides sinnvoll sein: Ein Produktteam mit Release-Newsletter hat andere Anforderungen als ein Anbieter, dessen Kundenerlebnis stark von Shop- oder Bestellereignissen geprägt ist.
Mailchimp und Klaviyo im Überblick
| Kriterium | Mailchimp | Klaviyo |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | Newsletter und allgemeines E-Mail-Marketing | E-Commerce und profilbezogene Ansprache |
| Modell | Kontaktstufen mit monatlichen Versandlimits je Tarif | Email-Tarif nach aktiven Profilen mit zugehörigem Sendekontingent |
| Kleiner Einstieg | Free: bis 250 Kontakte und 500 Sendungen pro Monat | Kostenlos: bis 250 aktive Profile und 500 E-Mails pro Monat |
| Bezahlter Vergleichspunkt | Essentials: 13 $ pro Monat bei 500 Kontakten; Standard: 20 $ pro Monat bei 500 Kontakten | Email: 20 $ pro Monat bei 500 Profilen |
| Für SaaS relevant | Redaktionelle Aussendungen und allgemeine Marketingabläufe | Profile und Verhaltenssegmente, besonders bei E-Commerce-Nähe |
| Worauf du achten solltest | Kontaktzahl und Tariflimit für monatliche Sendungen gemeinsam planen | Aktive Profile und Sendekontingent gemeinsam kalkulieren |
Die Beträge sind monatliche Preise in US-Dollar für die jeweils genannte Größe. Sie sind keine Jahrespreise. Die Tarifnamen und Unterschiede solltest du vor der Auswahl außerdem mit deinen benötigten Automationen und Versandwegen abgleichen.
Mailchimp: der Newsletter-Allrounder
Mailchimp passt zu Teams, die regelmäßig Produktneuigkeiten, Lerninhalte oder Unternehmensupdates an eine breite Abonnentenliste verschicken. Der Einstieg ist verständlich, wenn dein Arbeitsalltag zuerst aus Kampagnenplanung und einer kleinen Zahl wiederkehrender Marketingabläufe besteht. Das kann für ein junges SaaS-Unternehmen genügen, das eine Liste aufbaut und seine Kommunikation zunächst redaktionell organisiert.
Der kostenlose Tarif deckt bis zu 250 Kontakte und 500 Sendungen pro Monat ab. Bei 500 Kontakten kostet Essentials 13 $ pro Monat und Standard 20 $ pro Monat. Für eine größere Liste kostet Standard bei 2.501 bis 5.000 Kontakten 100 $ pro Monat; bei 5.001 bis 10.000 Kontakten sind es 135 $ pro Monat. Diese Stufen zeigen, weshalb du nicht nur die aktuelle Kontaktzahl betrachten solltest: Ein monatlicher Newsletter an eine wachsende Liste kann in eine andere Preisstufe führen, auch wenn sich die Zahl deiner Kampagnen kaum ändert.
Eine Grenze für SaaS-Teams entsteht, wenn Kommunikation eng mit dem Produktkonto verknüpft sein soll. Überlege vorab, welche Ereignisse dein System an Mailchimp übergeben muss, wie du doppelte oder veraltete Kontakte behandelst und welcher Tarif die geplanten Abläufe unterstützt. Ein allgemeines Marketingwerkzeug ersetzt nicht automatisch die saubere Definition deiner Produktereignisse und Einwilligungsregeln.
Details zu Tarifen findest du auf der Mailchimp-Preisseite.
Klaviyo: Profile und E-Commerce-Signale
Klaviyo richtet seine E-Mail-Arbeit stärker auf Profile und E-Commerce aus. Das ist für ein SaaS-Unternehmen interessant, wenn ein Shop, bezahlte Zusatzprodukte oder ein produktnaher Marktplatz zum Geschäftsmodell gehören und das Team anhand konkreter Verhaltensdaten kommunizieren möchte. Die profilbasierte Sicht kann helfen, Zielgruppen nach Aktivität und Kontext zu ordnen, statt jede Aussendung als Nachricht an eine gleichartige Newsletterliste zu behandeln.
Der kostenlose Tarif nennt bis zu 250 aktive Profile und 500 E-Mails pro Monat. Der bezahlte Email-Tarif kostet 20 $ pro Monat bei 500 Profilen und 30 $ pro Monat bei 1.000 Profilen. Mit der Profilzahl wächst auch das Sendekontingent: Die genannten Stufen umfassen 5.000 beziehungsweise 10.000 E-Mails pro Monat. Damit lässt sich der Preis nicht sinnvoll nur mit einer Kontaktzahl vergleichen; aktive Profile und dein tatsächlicher Versand gehören zusammen in die Kalkulation.
Für ein SaaS ohne Shopbezug solltest du prüfen, ob diese Ausrichtung deinem Alltag einen konkreten Vorteil bringt. Wenn deine wichtigsten Nachrichten Produkt-Onboarding, Funktionshinweise oder Abrechnungsereignisse betreffen, entwirf zuerst die erforderlichen Datenflüsse. Klaviyo ist nicht automatisch die bessere Wahl, nur weil ein Team mehr Segmente anlegen kann; es sollte tatsächlich die Daten und Abläufe bedienen, die deine Kommunikation tragen.
Die Tarifübersicht steht auf der Klaviyo-Preisseite.
Kosten für deine Liste einordnen
Bei exakt 500 Einträgen liegen Mailchimp Essentials und Klaviyo Email mit 13 $ und 20 $ pro Monat auseinander. Mailchimp Standard kostet an diesem Kontaktpunkt ebenfalls 20 $ pro Monat. Das ist ein brauchbarer Ausgangspunkt, aber kein vollständiger Kostenvergleich: Die Produkte unterscheiden sich in der Art, wie sie Kontakte beziehungsweise Profile betrachten, und in der Rolle, die der Versandumfang in deinem Tarif spielt.
Für eine SaaS-Liste kannst du mit drei einfachen Szenarien rechnen. Erstens: alle aktiven Nutzer erhalten einen monatlichen Produktnewsletter. Zweitens: zusätzlich erhalten neue Konten mehrere Onboarding-Nachrichten. Drittens: du versendest gezielte Hinweise nur an Profile mit einem bestimmten Nutzungs- oder Kaufverhalten. Notiere für jedes Szenario die Zahl der gespeicherten Kontakte oder aktiven Profile sowie die erwarteten Sendungen. Achte darauf, ob Testkonten, Mitarbeitende und abgemeldete Personen noch in einer abrechnungsrelevanten Liste liegen.
Mailchimp nennt für Standard 100 $ pro Monat bei 2.501 bis 5.000 Kontakten und 135 $ pro Monat bei 5.001 bis 10.000 Kontakten. Klaviyo Email kostet 60 $ pro Monat bei 2.500 Profilen, 100 $ bei 5.000 und 150 $ bei 10.000 Profilen. Die jeweiligen Schwellen sind nicht völlig deckungsgleich: Verwende für deinen Vergleich also die für dich passende Stufe und gleiche die Abrechnungseinheit ab, bevor du eine Differenz als Ersparnis verbuchst.
Für eine Jahresplanung multiplizierst du die monatliche Summe mit zwölf und addierst mögliche Zusatzkosten erst dann, wenn du sie tatsächlich brauchst und belastbar beziffern kannst. Lass einen Puffer für Listenwachstum und rechne ein zweites Szenario mit geringerer Versandhäufigkeit. Auf diese Weise siehst du, ob die Kosten durch viele gespeicherte Profile oder durch einen geplanten Versandplan geprägt werden.
Wähle Mailchimp, wenn …
- dein Team Newsletter, Produktupdates und redaktionelle Inhalte in einem allgemeinen Marketingablauf bündeln will;
- du zunächst eine kleine Kontaktbasis hast und die Grenze von 250 Kontakten sowie 500 Sendungen pro Monat für den kostenlosen Einstieg genügt;
- du Kontakte nach Themen oder Interessen gruppieren möchtest, ohne dein Setup primär um Shopprofile zu organisieren;
- du einen erschwinglichen Einstieg bei 500 Kontakten suchst und Essentials mit 13 $ pro Monat für deine Anforderungen ausreicht;
- deine SaaS-Kommunikation vor allem aus geplanten Kampagnen und grundlegenden Marketingstrecken besteht.
Wähle Klaviyo, wenn …
- dein SaaS mit einem Shop oder E-Commerce-Angebot verbunden ist und Profilverhalten für die Ansprache wichtig ist;
- du aktive Profile und deren Verhalten als Grundlage für Segmentierung und Kampagnenplanung nutzen willst;
- die Sendekontingente bei deinen Profilstufen zu deinem geplanten Versand passen;
- du bei 500 Profilen 20 $ oder bei 1.000 Profilen 30 $ pro Monat in deine Planung einordnen kannst;
- dein Team bereit ist, Ereignisse und Profilfelder konsistent zu pflegen, damit die Segmentierung zuverlässig bleibt.
So triffst du die Auswahl im SaaS-Alltag
- Lege den Kommunikationszweck fest. Schreibe die wichtigsten Nachrichten auf: Newsletter, Produktstart, Onboarding, Nutzungsimpuls oder E-Commerce-Kampagne. Benenne auch, wer sie erhalten darf und welches Ereignis den Versand auslösen soll.
- Prüfe deine Datenbasis. Kläre, ob dein Team eine gemeinsame Kontaktliste oder Profile mit unterschiedlichen Aktivitäten verwaltet. Vereinheitliche Begriffe für Konto, Nutzer und zahlenden Kunden, bevor du Felder in einem neuen System anlegst.
- Rechne mit realistischen Mengen. Erfasse gespeicherte Kontakte beziehungsweise aktive Profile und die geplante monatliche Versandzahl. Vergleiche dann dieselben Größenordnungen mit den Tarifstufen und plane Wachstum mit ein.
- Skizziere zwei zentrale Abläufe. Zeichne eine Willkommensstrecke und eine Produkt- oder Newsletter-Aussendung. Notiere Auslöser, Wartezeiten, Ausschlussregeln und den Weg, über den ein Abonnent sich abmeldet.
- Plane einen kontrollierten Umzug. Exportiere nur die Felder, die du weiter verwendest, ordne Einwilligungsstatus und Tags zu und authentifiziere deine Versanddomain. Prüfe einen kleinen internen Versand, bevor du eine größere Liste übernimmst.
Bei einem Wechsel sollte die alte Plattform nicht abgeschaltet werden, bevor Anmeldungen, Abmeldungen und laufende Strecken im neuen System korrekt funktionieren. Vergleiche außerdem die Inhalte deiner Automationen: Ein ähnlicher Name bedeutet nicht, dass ein Ablauf identisch ausgelöst wird. Dokumentiere, welche Quelle für Einwilligungen und Nutzerstatus maßgeblich ist, damit zwei Systeme nicht widersprüchliche Nachrichten senden.
Häufige Fragen zu Mailchimp und Klaviyo
Ist Mailchimp oder Klaviyo besser für ein SaaS-Unternehmen?
Mailchimp passt eher zu SaaS-Teams, die Newsletter und allgemeine Marketingkommunikation organisieren. Klaviyo ist die naheliegendere Richtung, wenn ein Shopbezug und profilbasierte E-Commerce-Signale den Versand prägen. Entscheidend sind deine Daten, Abläufe und Preisstufen.
Was kostet Mailchimp bei 500 Kontakten?
Bei 500 Kontakten kostet Mailchimp Essentials 13 $ pro Monat und Standard 20 $ pro Monat. Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 250 Kontakte und 500 Sendungen pro Monat.
Was kostet Klaviyo Email bei 500 oder 1.000 Profilen?
Klaviyo Email kostet 20 $ pro Monat bei 500 Profilen und 30 $ pro Monat bei 1.000 Profilen. Die genannten Stufen enthalten 5.000 beziehungsweise 10.000 E-Mails pro Monat.
Welches Tool eignet sich eher für einen SaaS-Newsletter?
Wenn der Newsletter, Produktupdates und redaktionelle Inhalte im Vordergrund stehen, ist Mailchimp als allgemeines E-Mail-Marketing-Tool oft der passendere Start. Prüfe Kontaktstufe, monatliches Sendekontingent und benötigte Abläufe zusammen.
Wann ist Klaviyo für ein SaaS-Team interessant?
Klaviyo ist besonders prüfenswert, wenn dein SaaS mit einem Shop oder E-Commerce-Angebot verbunden ist und aktive Profile sowie ihr Verhalten die Segmentierung bestimmen sollen. Ohne diesen Bezug sollte das Team abwägen, ob die Profilorientierung einen konkreten Nutzen bietet.
Wie plane ich einen Wechsel zwischen Mailchimp und Klaviyo?
Erfasse zuerst verwendete Felder, Tags, Einwilligungen und laufende Automationen. Ordne die Daten im Zielsystem zu, authentifiziere die Versanddomain und teste Anmeldungen, Abmeldungen sowie Nachrichten intern, bevor du den vollständigen Wechsel vornimmst.
Weitere Orientierung findest du bei allen Vergleichen, den SaaS-E-Mail-Tools, dem Onboarding, der Zustellbarkeit, den Artikeln und einem weiteren Anbieterprofil.