SendGrid vs Mailchimp: Vergleich 2026
Kurz eingeordnet
Für ein SaaS-Team, das Produktmails und Newsletter gemeinsam verwalten will, ist SendGrid interessant, wenn Entwicklerinnen und Entwickler die Versandlogik steuern sollen: Email API und Marketing Campaigns sind getrennte Bereiche. Mailchimp bündelt Marketing, Zielgruppen und Customer Journeys in einer Allround-Oberfläche. Essentials kostet bei SendGrid 19,95 $ monatlich für 50.000 API-E-Mails; Mailchimp Essentials kostet 13 $ monatlich bei 500 Kontakten.
SendGrid vs Mailchimp — Transaktions-API vs. Marketing-Tool.
| Aspekt | SendGrid | Mailchimp |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | Email API und separat Marketing Campaigns; entwicklungsnah | Allround-Marketing mit Customer Journeys |
| Einstieg | Essentials: 19,95 $ monatlich für 50.000 API-E-Mails | Essentials: 13 $ monatlich bei 500 Kontakten |
| Kostenlos | Marketing Campaigns: 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails; API-Test: 100 täglich für 60 Tage | 250 Kontakte und 500 Sendungen pro Monat |
| Passt besonders | Wenn API-Kontrolle und getrennte Versandarten zählen | Wenn Marketingteam und Journey-Editor im Zentrum stehen |
SendGrid: zwei Versandbereiche
SendGrid stellt seine Email API für transaktionale Nachrichten neben Marketing Campaigns für Kampagnen. Das ist für SaaS-Teams nützlich, wenn Bestellbestätigungen, Login-Codes oder Produktmeldungen aus dem eigenen System kommen und Newsletter separat geplant werden. Die API verlangt mehr technische Einrichtung; Marketing Campaigns ist der Kontakt- und Kampagnenbereich und nicht einfach dieselbe Oberfläche.
Tarife: Email API Essentials kostet monatlich 19,95 $ bei 50.000 E-Mails oder 34,95 $ bei 100.000. Pro liegt bei 89,95 $ für 100.000. Für Marketing Campaigns kostet Basic monatlich 15 $ bei 5.000 Kontakten, 25 $ bei 10.000 und 50 $ bei 20.000; Advanced kostet 60 $ bei 10.000 Kontakten. Die Marketing-Free-Stufe umfasst 2.000 Kontakte und 6.000 Sendungen. Der API-Test mit 100 E-Mails täglich endet nach 60 Tagen.
Mailchimp: Marketing an einem Ort
Mailchimp richtet sich stärker an Marketingteams, die Zielgruppen, Kampagnen und Customer Journeys in einer Allround-Anwendung pflegen möchten. Journeys können Kontakte anhand von Ereignissen durch mehrstufige Abläufe führen; auf Standard sind bis zu 200 Schritte und drei Auslöser möglich. Für transaktionale Produktmails solltest du den Versandweg und die Zuständigkeit trotzdem bewusst planen, statt Marketing-Kampagnen mit Systemnachrichten zu vermischen.
Tarife: Essentials kostet monatlich 13 $ und Standard 20 $ bei jeweils 500 Kontakten. Standard kostet 100 $ monatlich bei 2.501–5.000 Kontakten und 135 $ bei 5.001–10.000. Der Free-Tarif begrenzt dich auf 250 Kontakte und 500 Sendungen pro Monat.
Welches solltest du wählen?
SendGrid passt, wenn: dein Team API-Integration selbst betreut und Transaktions- sowie Kampagnenversand in getrennten Bereichen steuern möchte.
Mailchimp passt, wenn: Marketingmitarbeitende ohne eigene Versandentwicklung Zielgruppen und Customer Journeys pflegen sollen.
Tarife für API und Marketing getrennt planen
SendGrid führt zwei eigenständige Produktbereiche: Die Email API rechnet nach Sendemenge, Marketing Campaigns verbindet Kontaktstaffeln mit Monatskontingenten. Mailchimp ordnet seine Marketingpläne ebenfalls nach Kontakten und Sendelimit. Wenn dein SaaS sowohl Systemnachrichten als auch Newsletter verschickt, bilde deshalb beide SendGrid-Bedarfsposten ab und vergleiche sie mit dem Marketingplan plus dem vorgesehenen Transaktionsweg bei Mailchimp. Ein Jahresbudget allein reicht nicht, wenn einzelne Abläufe unterschiedliche Versandanforderungen haben.
Für den Kostenvergleich musst du bei SendGrid zuerst entscheiden, ob du die Email API oder Marketing Campaigns kalkulierst: API-Tarife richten sich nach versendeten E-Mails, Campaigns nach Kontakten und Versandkontingent. Mailchimp ordnet die Marketingpläne ebenfalls nach Kontaktstufen und inkludierten Sendungen. Ein SaaS-Team mit 8.000 Kontakten kann daher nicht allein anhand des günstigsten Einstiegspreises entscheiden; prüfe, wie viele Produktmails und Newsletter im Monat anfallen und ob dieselbe Liste für beide Zwecke benötigt wird.
Entscheidungstabelle: Wer sollte was wählen?
| Situation | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Produktmails aus dem Backend | SendGrid Email API | Dein Anwendungscode kann Versand und Vorlagen an Ereignisse wie Kontoanlage oder Belegversand koppeln. |
| Kampagnen mit Marketingteam | Mailchimp | Customer Journeys und Zielgruppenverwaltung liegen in einer Marketingoberfläche. |
| Transaktional plus Newsletter | SendGrid getrennt kalkulieren | Prüfe, ob beide SendGrid-Bereiche deinen Prozess abdecken und wie Zuständigkeiten sowie Abmeldungen getrennt bleiben. |
| Kontaktliste wächst | Kostenstufe simulieren | Vergleiche deinen tatsächlichen Kontaktbestand mit API-Versand und den Kontaktstufen der Marketingpläne. |
| Anbieterwechsel | Abläufe priorisieren | Übertrage zuerst Einwilligungen, Abmeldungen, Vorlagen und die Nachrichten, die dein Produktbetrieb benötigt. |
So triffst du die Entscheidung in der Praxis
1. Sortiere deine Nachrichtentypen. Liste transaktionale Nachrichten wie Login-Links und Rechnungen getrennt von Newslettern und Produktankündigungen auf. So siehst du, ob ein gemeinsamer Anbieter mit getrennten Bereichen genügt oder ob dein Team bewusst zwei Werkzeuge betreiben möchte.
2. Kläre die technische Zuständigkeit. Bei SendGrid braucht die Email API eine Integration in dein Produkt; definiere, wer Vorlagen, Ereignisse, Fehlerbehandlung und Zustellprotokolle betreut. Bei Mailchimp kann das Marketingteam Journeys pflegen, während das Produktteam die Übergabe der relevanten Ereignisse vorbereitet.
3. Rechne die getrennten SendGrid-Preise. Email API Essentials kostet monatlich 19,95 $ für 50.000 und 34,95 $ für 100.000 E-Mails; Pro kostet 89,95 $ bei 100.000. Für Marketing Campaigns liegen Basic bei 15 $ für 5.000, 25 $ für 10.000 und 50 $ für 20.000 Kontakten. Mailchimp Essentials kostet 13 $ und Standard 20 $ monatlich für jeweils 500 Kontakte; Standard bei 2.501–5.000 Kontakten kostet 100 $, bei 5.001–10.000 sind es 135 $. Lege die für deinen Versand passende Zeile neben die benötigten Funktionen.
4. Plane eine begrenzte Einführung. Beginne mit einer einzelnen Produktnachricht und einer Marketing-Journey. Prüfe Absenderauthentifizierung, Einwilligung, Abmeldung und Fehlerprotokolle, bevor du den gesamten Versand umstellst. Weiterführend: SaaS E-Mail-Tools, Toolprofil, alle Vergleiche.
Häufige Fragen: SendGrid vs. Mailchimp
Für welches SaaS-Team eignet sich SendGrid?
SendGrid passt, wenn dein Entwicklungsteam Produktnachrichten per Email API integrieren und Marketing Campaigns als eigenen Bereich betreiben möchte. Mailchimp ist eher auf Marketingteams mit Customer Journeys ausgerichtet.
Was ist der Unterschied zwischen SendGrid Email API und Marketing Campaigns?
Die Email API ist für programmatisch ausgelöste transaktionale Nachrichten gedacht. Marketing Campaigns verwaltet Kontakte und Kampagnen. Die Bereiche haben eigene Tarife und sollten getrennt kalkuliert werden.
Welche SendGrid-Preise gelten für 100.000 E-Mails?
Email API Essentials kostet monatlich 34,95 $ bei 100.000 E-Mails; Pro kostet für dieses Volumen 89,95 $. In Marketing Campaigns kostet Basic bei 20.000 Kontakten 50 $ monatlich.
Was kostet Mailchimp bei 500 Kontakten?
Bei monatlicher Abrechnung kostet Essentials 13 $ und Standard 20 $ bei 500 Kontakten. Der kostenlose Tarif umfasst 250 Kontakte und 500 Sendungen pro Monat.
Kann ich transaktionale und Marketing-E-Mails in einem Tool vereinen?
SendGrid bietet transaktionalen API-Versand und Marketing Campaigns in getrennten Bereichen. Mailchimp bündelt Marketingfunktionen und Customer Journeys. Entscheide anhand der Zuständigkeit für Integration, Kontakte, Abmeldungen und Versandkontingente, ob ein Anbieter oder getrennte Systeme besser zu deinem Betrieb passt.
Umsetzung im SaaS-Betrieb: SendGrid und Mailchimp
Diese Vertiefung überträgt den SendGrid-gegen-Mailchimp-Vergleich Schritt für Schritt in deinen SaaS-Alltag. Arbeite die Punkte der Reihe nach ab und prüfe nach jedem Schritt die Wirkung von SendGrid bzw. Mailchimp anhand echter Zahlen.
Bestandsaufnahme
Erfasse vor dem SendGrid-gegen-Mailchimp-Vergleich aktuelle Listen, wichtigste Automationen, Versandvolumen und die Billing-Events aus Stripe, Paddle oder Lemon Squeezy.
Einwilligungen prüfen
Stelle sicher, dass für jeden Empfänger — egal ob er aus SendGrid oder Mailchimp kommt — ein Nachweis der Einwilligung vorliegt und Abmeldungen sofort greifen.
Versand sauber trennen
Trenne transaktionale und Marketing-E-Mails auf eigene Absenderwege — ob du bei SendGrid bleibst oder zu Mailchimp wechselst — damit kritische Nachrichten immer ankommen.
Eine Sequenz perfektionieren
Wähle einen konkreten Ablauf, etwa die Bestätigung einer neuen Organisation oder eine Einführung in eine Kernfunktion. Bei SendGrid kannst du das Ereignis aus dem Produktcode über die API auslösen; in Mailchimp muss die Journey den passenden Kontakt und Startpunkt erhalten. Halte die erste Version klein und ergänze weitere Nachrichten erst, wenn Zuständigkeit und Abmeldung klar sind.
Wirkung messen
Ordne jedem Versand ein messbares Produktziel zu: etwa abgeschlossene Einrichtung, Rückkehr in die Anwendung oder eine bestätigte Verlängerung. Prüfe die Ereignisse aus deinem Produkt gegen die Versandprotokolle, damit Marketing und Entwicklung dieselbe Definition verwenden.
Preise gegenprüfen
Modelliere deine echten Kontakt- und Versandzahlen für SendGrid und Mailchimp und gleiche sie mit den offiziellen Preisübersichten beider Anbieter ab, bevor du dich festlegst.
Quartalsweise aufräumen
Definiere, wann ein Kontakt in deinem SaaS als inaktiv gilt und ob er für Support oder Abrechnung noch benötigt wird. Entferne ihn nicht pauschal aus allen Systemen; halte Marketing-Abmeldung und Kontolöschung als getrennte Vorgänge fest.
Skalierung vorbereiten
Verwende für zentrale Produktaktionen stabile Eventnamen und schreibe dazu, welche Felder an den E-Mail-Prozess übergeben werden. So kann das Team erkennen, warum ein Kontakt eine Nachricht erhält, wenn später weitere Segmente und Ereignisse hinzukommen.
Beispiel-Ablauf für die nächsten 30 Tage
| Woche | Fokus | Ergebnis |
|---|---|---|
| Woche 1 | Technik und Einwilligungen (SendGrid/Mailchimp-Konten) | Versand authentifiziert, Listen aus beiden Tools bereinigt |
| Woche 2 | Kernsequenz in SendGrid und Mailchimp | Willkommens- und Trial-Sequenz in beiden Tools live |
| Woche 3 | Ereignisse und Journey-Einstieg festgelegt | Billing-Events aus Stripe, Paddle oder Lemon Squeezy als Trigger gegengeprüft |
| Woche 4 | Messung und SendGrid-gegen-Mailchimp-Entscheidung | Umsatzwirkung je Tool belegt, nächste Schritte fixiert |
Gleiche daher vor der Entscheidung zwischen SendGrid und Mailchimp die offiziellen Preisübersichten beider Anbieter mit deinem Volumen ab. Weiterführend (SendGrid vs Mailchimp): Toolprofil, Onboarding, Zustellbarkeit, alle Vergleiche, alle Artikel, SaaS E-Mail-Tools.